Geoffrey Taylor

Im Alter von elf Jahren hörte Taylor eine Serie von Vorlesungen für Kinder über elektrische Telegraphen, was ihn nachhaltig für Mathematik und Naturwissenschaften interessierte. Im Jahr 1899 nahm Taylor sein Studium der Mathematik an der University College School auf. Er gewann 1905 ein Stipendium für das Trinity College in Cambridge, wo er weiter Mathematik, aber auch Physik studierte. Taylor gewann ein zweites Stipendium, was es ihm ermöglichte am Trinity College wissenschaftlich zu arbeiten.

Er forschte über Druckwellen, dies brachte ihm eine Auszeichnung mit dem Smith´s Prize der University of Cambridge ein. Ab dem Jahr 1910 wurde er Fellow des Trinity College und einige Jahre später übernahm er eine Professur für Meteorologie. Während dieser Zeit forschte er über Turbulenzen in der Atmosphäre, publizierte das Buch "Bewegungen in Flüssigkeiten", was in Cambridge zur Auszeichnung mit dem Adams Prize führte. Als Folge des Untergangs der Titanic kam es zur Bildung einer Kommission, die Vorschläge für Eisberg-Warn-Systeme ausarbeiten sollte.

Taylor nahm an der daraus resultierenden Forschungsreise teil und nutzte die Möglichkeit Messungen durchzuführen, die er später für sein Modell für turbulente Mischung von Luft nützte. Während des Ersten Weltkriegs arbeitete er in der Flugzeugindustrie und optimierte Propeller. Danach kehrte er nach Cambridge zurück und adaptierte die von ihm entwickelte Strömungslehre für die Ozeanographie. Ab dem Jahr 1923 war er Mitglied der Royal Society und er erhielt eine Yarrow-Forschungsprofessur, was ihm ermöglichte sich ausschließlich seinen Forschungen widmen zu können. Während dieser Zeit forschte er über die mechanischen Eigenschaften von Flüssigkeiten und festen Körpern und entwickelte mittels statistischer Untersuchungen über Geschwindigkeit und Fluktuation einen neuen Zugang zur Strömungslehre. Während des Zweiten Weltkriegs arbeitete er wie andere Wissenschafter Großbritanniens auch über militärische Fragestellungen, so über die Auswirkungen von Explosionswellen in der Luft und unter Wasser.

Nach der Emeritierung 1952 setzte er seine Arbeit in Cam bridge, unterstützt von der Royal Society, bis zum Jahr 1972 fort. Taylor publizierte rund 250 Arbeiten und erhielt zahlreiche Auszeichnungen, so unter anderem die Royal Medal 1933, 1934 die Copley Medal, die höchste Auszeichnung der Royal Society. Die Verleihung erfolgte für seine Forschungen über Aero- und Hydrodynamik sowie die Arbeiten über Metallstrukturen.